Deutscher Bibliotheksverband e.V. (DBV)

In Nierstein fand am 23. Februar 1949 die Gründungsversammlung des Deutschen Bücherverbandes ohne die Teilnahme der wissenschaftlichen Bibliotheken statt.
In Hamburg wurde am 13. Juli 1973 auf der Mitgliederversammlung beschlossen, dass aus dem bisherigen Namen nun einheitlich - einschließlich der wissenschaftlichen Bibliotheken – der Deutscher Bibliotheksverband wird.

Zu der Aufgabe des Bibliotheksverbandes gehört ebenfalls die Förderung des Buches und des Lesens als Grundlage für Wissenschaft und Informationen, sowie die das Engagement der zeitgemäßen Informationstechniken.

Der Deutsche Bibliotheksverband setzt sich seit ca. 60 Jahren für die Bibliotheken in Deutschland ein und ist der Institutionenverband für alle Bibliotheken. Der Bibliotheksverband beinhaltet rund 2.000 Mitgliedsbibliotheken.

Ferner ist der Deutsche Bibliotheksverband e.V. auch kurz dbv genannt, ein Verband für alle deutschen Bibliotheken. Sie beinhalten große Staats oder Universitätsbibliotheken, jedoch auch kleine Gemein- und kirchliche Bibliotheken sowie Fachstellen für Öffentliche Bibliotheken und Ausbildungsstätten. Mitglieder aus Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen die Aufgabe des Deutschen Bibliotheksverbandes.

Das Ziel ist die Verstärkung der Position von Bibliotheken und bibliothekarischen Einrichtungen in Gesellschaft und Politik. Zudem soll die Wirkung ebenfalls die Bildung und Kultur sichtbar machen.

Mit der aktiven Lobbyarbeit pflegt der Bibliotheksverband e.V. den engen Kontakt zu Parlamenten und Ministerien auf Bundes- und Länderebenen. Nicht nur zu denen, sondern auch zu den kommunalen Spitzenverbänden und Gebietskörperschaften.

Jährlich verleiht der Deutsche Bibliotheksverband zwei Auszeichnungen.
Einmal den Publizistenpreis mit dem Namen „Helmut-Sonntag“ und einmal die „Bibliothek des Jahres“.

An erster Stelle steht das Präsidium, diesem ist der Vorstand untergeordnet. Ferner folgt der Beirat mit 42 Vertretern, welcher aus Bibliothekwesen und Politik beraten wird. Des Weiteren folgen 9 fachlich gegliederte Sektionen. Die Landesverbände werden durch 16 Mitglieder vertreten. Die Koordinierung und Unterstützung erfolgt aus der Bundesgeschäftsstelle in Berlin.

Der Deutsche Bibliotheksverband ist Mitglied im Dachverband Bibliothek & Information Deutschland (BID). Des Weiteren unterstützt der Deutsche Bibliotheksverband e.V. die fachliche Informations- und Fortbildungsveranstaltungen auf den Jahrestagungen, den Bibliothekartagen der Personalverbände und den Kongressen der BID.

Ebenfalls koordiniert der Deutsche Bibliotheksverband das Kompetenznetzwerk für Bibliotheken – kurz (KNB).

Die Oberbürgermeisterin Brigitte Russ-Scherer (aus Tübingen) war für die vierjährige Amtszeit von 2003 bis 2007 Präsidentin des Deutschen Bibliotheksverband e.V. 2007 löste Frau Heute-Bluhm aus Lörrach Frau Russ-Scherer ab. Sie vertritt bis dato ihre Position.

Den Anfang als Geschäftsführer machte Klaus-Dietrich Hoffmann in der alten Bundesrepublik Deutschland, er vertritt seinen Status bis Ende 1975.
Abgelöst wurde dieser von Günter Beyersdorff, welcher zuvor ein langjähriger Direktor des Deutschen Bibliotheksinstituts war.